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Begegnung mit Bulgarischen Jurten

Begegnung mit „Bulgarischen Jurten“ – https://www.facebook.com/bgyurt
Das Leben bringt mich mit wunderbaren Menschen und ihren außergewöhnlich interessanten Projekten zusammen. Ich bin dankbar dafür.
Als ich neulich den „Historischen Park“ bei Varna besucht habe, sah ich sie – ganz aus Manna-Esche, Linde und Wolle gebaut – die majestetischen Jurten und die „Kibitka“. Die letztere hat meine Neugier so entflammt (das historische Vorbild ist hier im Album veröffentlicht), dass ich Assen und Diana Georgievi von der Firma “ Български Юрти – Bulgarische Jurten“ kontaktiert habe. Sie sind der einzige Hersteller von Jurten in Bulgarien und haben ihre Werkstätte bei Varna, nicht weit von mir.
Ich habe sie besucht und spannende Dinge bei ihnen gesehen!!! Eine mir völlig unbekannte Zupfschaukel, in der man zwischen den angewinkelten Spitzen der beiderseitig angebrachten kleinen Nägel die Wolle zum Zupfen legt. Dieses fast ein Jahrhundert alte Gerät aus den bulgarischen Dörfern wird mit einem Handschwung in Bewegung gesetzt, verwandelt die verfilzten Wollflocken in Flaum und „streut“ ihn auf einen sauberen Haufen neben der Maschine.
Eine kleine Kinderjurte, die man binnen einer Minute aufbaut; hübsche „Deckel“ für die Spitze der Nomadenbehausungen (ich weiß nicht wie sie auf „Jurtensprache“ heißen); Wände aus gekreuzten Stäben Manna-Esche, die hunderte von „Augen“ mit ledernen Knoten dazwischen bilden; eine robuste Maschine für die Fertigstellung der riesigen und schweren Filzhüllen für die Jurten, für die man mehr als 3 kg Wolle pro m2 verbraucht! Deutsche Kardiermaschinen in beachtlichem Alter sind hier wie geliebte Kinder zugedeckt, um bald wieder Instand gesetzt zu werden. Alles, was ich hier gesehen habe, ist für mich wie aus Zauberwerkstätten und Aladinmärchen gesprungen. Und ich habe die gleiche Liebe zu ihrer Arbeit und zu der Wolle, die ich selbst verspüre, bemerkt – eine Begegnung von verwandten Seelen quasi
Und die „Kibitka“, die ich am Anfang meiner Erzählung erwähnt habe? Sie hat mir einfach das Herz geraubt. Das Foto, das mir Assen Geogiev geschickt hat, ist in einem Museum in Kasachstan gemacht worden. Wie er schon gesagt hat, ist die Kibitka wohl die „Urgroßmutter der Wohnmobile“ – eine mobile Nomadenbehausung, geflochten aus Weinrebenstöcken und gezogen von Ochsen, Kamelen, Pferden …, und sonst alles, was die “ Urgroßmutter“ voran ziehen wollte. Von Weide zu Weide bot sie der Familie stets ein sicheres Heim.
Ich bedanke mich für die lehrreiche „gute“ Begegnung, Български Юрти/ Bulgarische Jurten!
Ich hab da eine Idee … – vielleicht geht sie ja in Erfüllung;)

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